Zwei Jahre #COS15 – ein Rückblick

By Sunday, July 2, 2017

Mit der Abgabe der Masterarbeit in der vergangenen Woche ist das Studium Content-Strategie so gut wie abgeschlossen. Was ich in der Zeit gelernt habe und was sich in dem Jahr noch alles verändert hat, möchte ich in diesem Artikel zusammenfassen.

Studieren in Österreich hinterlässt Spuren

Da das Studium Content-Strategie an der FH Joanneum in Graz stattgefunden hat und ich gemeinsam mit 16 österreichischen Kommilitonen studiert habe, hat sich auch die ein oder andere österreichische Floskel in meinen Wortschatz geschlichen. So bin ich mir immer öfter sicher, dass „sich das noch ausgeht“ und kombiniere jedes Ja zu einem „Ja, eh“ oder einem „Ja, passt“ (mit gesprochenen vier A versteht sich). Besonders gern bezeichne ich auch alles, was ich vor dem Studium noch süß genannt hab als lieb (oder eher liab) und freue mich immer wieder bei dem Ausdruck an die lieben Kommilitonen zu denken.

Content-Strategie bestimmt mittlerweile auch meinen Job

Während es am Anfang des Studiums noch schwer war meine Kollegen und vor Allem Vorgesetzten von der Sinnhaftigkeit des Studiums zu überzeugen, erarbeite ich nun auch im Berufsalltag eine Content-Strategie. Ich führe Content- und Image-Audits durch, definiere Botschaften, die unsere Inhalte vermitteln sollen und beschäftige mich im Detail mit der Ausarbeitung von Gestaltungsrichtlinien, die sicherstellen, dass unsere Bilder zur Vermittlung der Botschaften beitragen. All’ das wird nicht mehr in Frage gestellt, sondern angenommen und geschätzt.

Als Content-Strategin bin ich zur Übersetzerin geworden

Durch das technische Hintergrundwissen und die Bandbreite an Inhalten, die wir im Studium vermittelt bekommen haben, habe ich noch einmal mehr Fachwissen aufgebaut, das es mir ermöglicht in der Kommunikation mit IT-Kollegen und Fachabteilungen als Übersetzer zu fungieren. Technisch komplexe Vorgänge in einfachen Worten zu beschreiben, Schnittstellen zu lesen und einfach zu erklären gehörten ebenso zu meinem Berufsalltag für die Gestaltung von Inhalten entlang der Content-Strategie.

Ich bin zum Vielflieger geworden

Jedes Studienwochenende und jede Studienwoche in Graz war für mich mit vier Flügen verbunden. Dank der Lufthansa, bei der man auch durch viele Flüge statt lange Flüge zum Frequent Traveller wird, habe ich damit eine Vielfliegerkarte und besuche seither die Business Lounge am Münchner Flughafen, in der ich mittlerweile zusammengerechnet schon einen ganzen Tag verbracht habe. So lange? Ja – dank Flugausfällen, Flugverspätung und Planung mit viel Puffer, habe ich schon einige Stunden am Münchner Flughafen verbracht und in den vielen Stores auch schon einiges an Geld gelassen. Dabei sind auch das gekaufte Parfum und das neue Portmonee immer eine Erinnerung an eine schöne Studienzeit in Graz.

Ich hasse es Kurzstrecke zu fliegen

Man sollte meinen, wer so viel fliegt hat Freude daran gefunden. Pustekuchen! Ich könnte gar nicht weniger Spaß am Fliegen haben. Zumindest wenn ich in kleinen Canadian Jets und Propellermaschinen unterwegs bin, könnte Fliegen nicht schlimmer sein. Bei so kleinen Maschinen wackelt es schon ganzschön und dass unterstützt meine Unsicherheit zunehmend. Je größer das Flugzeug, um so weniger Angst. Also ist der nächste Urlaub schon einmal gesichert: Zusammen mit ein paar Kommilitonen geht es zum „Wir haben es geschafft“-Urlaub nach Kreta. Ich kann es kaum erwarten.

Graz wird mir fehlen

Und damit alles, was den Ort zu dem macht, was er für mich heute ist. Ich habe in den zwei Jahren unglaublich liebe Menschen kennengelernt und egal wie stressig einzelne Gruppenarbeiten und Aufgaben waren, sie haben uns zusammengeschweißt. Ich kann mir gar nicht vorstellen nun nicht mehr so oft dort zu sein und unser Studiengrüppchen im Wahrnehmungslabor der FH Joanneum zu treffen. Ihr Lieben, ihr werdet mir fehlen!